Diese Redewendung könnte zusammen mit der ähnlichen Wendung „aus allen Himmeln fallen“ auf den Propheten Jesaja zurückgehen. Dort heißt es mit Bezug auf den gestürzten König von Babylon:
Diese Feststellung bezieht sich nach Auslegung der Kirchenväter auf den gefallenen Engel Luzifer.
Die Redewendung wird heute im Sinne von völlig überrascht sein benutzt, wenn man plötzlich mit der Wirklichkeit konfrontiert wird, die einem nicht bewusst war:
- „Manch ein Manager fällt aus allen Wolken, wenn die Kündigung ins Haus steht.“
Es gibt aber auch eine andere Bedeutung:
- „Aus allen Wolken fallen: Schnupperkurs im Fallschirmspringen“
Dieser Satz bezog sich zuerst auf die Sonne, dann in übertragenem Gebrauch auf das Christentum und die Wiege der Kultur im Orient.
Bereits der Prophet Hesekiel beschrieb das Licht Gottes als von Osten kommend:
Bekannt ist die lateinische Version des Spruchs:
Die CDU der DDR hatten die Taube mit dem Ölzweig im Schnabel in den blauen Schild. Das Parteiemblem wurde gekrönt von dem Wort-Bogen „Ex oriente lux“. Die CDU der DDR bezog mit der angelehnten Wendung „Ex oriente pax“ (aus dem Osten kommt der Frieden) im Kalten Krieg Stellung.
Eine scherzhafte Erweiterung des Satzes spielt auf die westliche Dekadenz an: