Mit dem Weinberg des Herrn wird im Alten Testament nach Jesaja 5,7 das Volk Israel bezeichnet. Ab dem 16. Jahrhundert wird mit dieser Metapher das geistliche Amt in der christlichen Kirche verstanden. Die Metapher findet sich im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg:
Im Gleichnis wird das Himmelreich mit einem Hausherrn verglichen, der Arbeiter für einen Silbergroschen Tagelohn einstellt, damit sie seinen Weinberg bestellen. Später stellt er eine weiter Gruppe Männer ein, noch später weitere Gruppen. Überraschend zahlt er am Ende des Tages auch den zuletzt Eingestellten einen Silbergroschen. Die Arbeiter, die den ganzen Tag gearbeitet haben, beschweren sich darüber. Der Hausherr erinnert aber die verärgerten Arbeiter daran, dass sie mit ihm doch zuvor über die Bezahlung geeinigt hatten und dass er mit seinem Geld umgehen könne, wie es ihm beliebt.
Mitarbeiter der Kirche werden auch heute noch oft als Arbeiter im Weinberg des Herrn bezeichnet.
Diese Formulierung stammt aus Vorlesungen über die Philosophie der Kunst, die Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling 1802/03 in Jena und 1804/05 in Würzburg gehaltenen hat:
Arthur Schopenhauer lehnt die Vorstellung der Architektur als gefrorene Musik als „keckes Witzwort“ ab. Von ihm stammt auch der folgende Satz:
In der griechischen und römischen Antike waren Musik und Architektur viel enger miteinander verknüpft als heute. Die Proportionslehre in der Architektur bezieht sich auf die Harmonielehre in der Musik. Architekten, Musiker und Philosophen suchten immer wieder Verbindungen zwischen den beiden Künsten.