Diese Redensart geht zurück auf eine Stelle in William Shakespeares Drama Antonius und Cleopatra, wo Königin Kleopatra ungläubig folgende Worte spricht:
Während des zweiten Triumvirats verliebte sich der Triumvir Marcus Antonius in die ägyptische Königin Kleopatra. In Ägypten erfährt er, dass die Armeen seiner Frau Fulvia, die gegen ihn rebellierte, von Caesar (Oktavian) geschlagen wurden und seine Frau tot sei.
Der Schweizer Schriftsteller Jakob Bosshart schrieb zu diesem Zitat:
Der österreichische Schriftsteller Friedrich Halm schrieb ein Gedicht Späte Liebe, das mit folgenden Versen beginnt:
Die viel gebrauchte Redensart wurde verballhornt oder verdreht, wie etwa:
- „Die Alte schützt vor Torheit nicht.“
- „Torheiten schützen nicht vor dem Altern.“
- „Das ist das Deprimierende am Alter: Es schützt vor Torheit.“
Die Bezeichnung „Alter Schwede“ führte der Historiker Heinrich von Treitschke darauf zurück, dass der Große Kurfürst altgediente schwedische Soldaten in seine Dienste zu treten veranlasste. Diese Leute seien vornehmlich zu Unteroffizieren gemacht worden, weil sie Rekruten gut zu drillen verstanden; sie hießen „die alten Schweden“. Heute kennzeichnet dieser Begriff eine gemütliche Anrede.
Weiterhin findet der Ausruf „Alter Schwede!“ Verwendung, wenn etwas nicht erwartete oder unbekannte Ausmaße oder unerwartetes Aussehen hat oder nicht erwartete nicht bekannte Geschwindigkeiten, Höhen usw. zu erreichen vermag. Der Ausruf „Alter Schwede!“ bringt somit eine Art Erstaunen zum Ausdruck und trifft vermutlich eher auf einen jugendlichen Umgangston zu.
Alter Schwede wird auch ein Findling bei Övelgönne (Hamburg) genannt. Er hat eine Höhe von 4,5 m und ein Gewicht von 217 Tonnen. Er wurde 1999 bei Baggerarbeiten in der Elbe gefunden und am Elbufer aufgestellt
Alter Schwede ist auch ein Bürgerhaus in der Hansestadt Wismar. Der Name erinnerte an die Zugehörigkeit der Stadt zu Schweden von 1648 bis 1803.